23.4.26
Strandtag. Wir genießen die Sicht auf das Meer und den Mount Agung, nachdem der gestern komplett in Wolken war. Auf die Wolken folgte ein tropisches Gewitter, so dass wir Zeit haben, das Hotel zu erkunden und die Balkone zu genießen. Am Abend, als es besser wird, spazieren wir noch den Strand entlang bis Sanur und entdecken einige hübsche Restaurants direkt am Meer. Leider hatten wir schon was gegessen, so dass es nur noch für einen Drink reicht.
24.4.26
Nachmittags organisieren wir ein Taxi, das uns nach einem Trip zu den Reisfeldern zum Sonnenuntergang nach Tanah Lot bringen soll. Der Tempel ist direkt über dem Wasser auf einer kleinen Insel gebaut und nur bei Ebbe zugänglich. Als ich vor neun Jahren schon einmal hier war, standen alle am Strand und schauten der Sonne beim Versinken zu, das geht jetzt nicht mehr so einfach. Es ist Flut und der Strand ist komplett überspült´. Dafür sind an der Steilküste unzählige kleine Shops entstanden, die zu Bars am Felsbruch führen, wo man bei einem Bier die Szenerie betrachten kann. Nix mehr Hippie-Style, alles schön geordnet und touristisch versorgt. Wir beugen uns der Zeit und sitzen in der ersten Reihe am Meer, hinter uns leere Stühle. Die europäischen Touristen haben weitgehend alles abgesagt. Für uns ein Vorteil, für die Leute hier ein Desaster. Auch unser Hotel ist nur schwach belegt, dito alle Strandbars, man kriegt genau da einen Platz, wo man ihn möchte, der Service ist flink und zuvorkommend, eigentlich perfekt, wenn man die Umstände nicht kennt.
Der Verkehr ist trotzdem eine Katastrophe. Für die paar Kilometer zu den Reisfeldern brauchen wir Stunden, der Fahrer versucht, die Hauptstraßen zu umgehen und fährt durch die Dörfer, was sehr hübsch ist. Jeder Wohnkomplex hat einen eigenen kleinen Tempel in balinesischer Bauweise, das ist schon sehr attraktiv. Das Land ist erstaunlich sauber, da hatte ich Schlimmeres erwartet.
Die Reisfelder sind terrassenförmig angelegt, wie aus dem Reisekatalog. Entlang der Straße Shops und Restaurants, manche spazieren in den Feldern herum. Alles sehr gepflegt und sehr touristisch.
Am Heimweg lassen wir uns in Sanur Mitte absetzen und laufen zu einem Strandrestaurant mit ausgezeichneten Fischspezialitäten. Wir freuen uns, dass unser Hotel etwas außerhalb des infernalischen Lärms der Tourismus-Hochburg liegt, ruhig, aber zu Fuß in einer halben Stunde Strandspaziergang erreichbar.
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