28.4.26
Heute geht es zu den Drachen, dem eigentlichen Ziel der Bootsfahrt. Das müssen wir uns allerdings hart verdienen: Aufstehen um 6.00 Uhr, dann schnorcheln am Pink Beach, danach Frühstück. Der Pink Beach ist rosa, weil indem mittlerweile ziemlich toten Riff früher rote Korallen gelebt haben, die die Jahrhunderte zu rosa Pulver zermahlen haben. Dieses Pulver vermischt sich mit dem schneeweißen Sand und so kommt es zu der rosa Färbung.
Nach dem Frühstück warten die Drachen auf uns. Bereits am Ufer läuft einer herum, ein anderer liegt bewegungslos in der Sonne. Wir bekommen eine kurze Einführung in die Geschichte des Nationalparks, glaube ich, das Englisch des local guide könnte verständlicher sein. Bei einem Waldspaziergang treffen wir auf noch ein paar der urzeitlichen Viecher, die meisten liegen völlig teilnahmslos da. Am Wasser ist mehr Bewegung, da versuchen zwei Warane, Fische zu fangen und tasten sich in die flachen Uferregionen vor.
Lacis Fuß wird eher schlimmer. Der Zeh schaut fürchterlich aus, ich verarzte ihn täglich und er kann kaum laufen. Keine Möglichkeit, zu schnorcheln oder so, das würde die noch offene Wunde noch mehr aufweichen. Er muss also am Ufer bleiben.
Der Rest der Gruppe schnorchelt an einem kleinen Eiland, wo es eine Menge Riffhaie gibt. Die Nichtschwimmer sind begeistert, weil das Wasser so klar ist, dass man sie sogar fotografieren kann.
Zu guter Letzt fahren wir in den Sonnenuntergang. Plötzlich wird der Himmel fast schwarz von tausenden Fledermäusen, die ihre nächtliche Futtersuche starten. Mindestens eine halbe Stunde fliegen sie in Massen über uns drüber, ein tolles Schauspiel!
29.4.26
Jetzt habe ich mir auch noch eine Halsentzündung eingefangen und bin ziemlich außer Gefecht. Ich halte mich mit Ibus auf den Beinen und gehe sogar ein bisschen schnorcheln, allerdings nicht lang. Zum einen gibt es eine starke Strömung, gegen die ich kaum ankomme trotz Flossen, und das ist mir ein bisschen unheimlich. Zum anderen sind Miniquallen und Plankton im Wasser, beides zwickt mich in die Schultern und ist auch nicht so angenehm. Da pflege ich dann doch meine Viren und gehe raus.
Dann kommt der Abschied von Komodo.
Wir werden in Labuan Bajo in ein schönes Hotel Katamaran gebracht, um die Wartezeit für den Flug nach Bali rumzukriegen. Da schlafen wir erstmal zwei Stunden am Infinity Pool, was wir dringend gebraucht haben nach zwei Nächten mit lautem Schiffsmotor und mit Steckern und Lichtleisten ausgeleuchteten Zimmern. Dann gönnen wir uns Eistee, Sandwiches und Virgin Mojitos und machen uns fertig für den Rückflug nach Bali.
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Liebe Brigitte, den verletzten Zeh deines Partners solltet ihr unbedingt im Auge behalten wegen der Gefahr einer Blutvergiftung. Ich rate euch einen Arzt aufzusuchen. Schon wegen einer eventuell notwendigen Antibiotikabehandlung!
Die Varane so nah und in ihrem Element zu betrachten, war bestimmt ein Erlebnis. Lieben Gruss und gute Beserung für euch beide Annette
liebe Annette, selbstverständlich waren wir so voll in U-Boot. Nach dem Trip beim Arzt. Laszlo wurde sehr gut behandelt, ein Röntgenbild vom Zeh hat ergeben, dass er gebrochen ist, aber nicht operiert werden muss. Er bekommt Antibiotika und entzündungshemmende Tabletten, die er auch brav nimmt. Es geht ihm schon viel besser, er rennt schon wieder durch die ganze Stadt. Meine Halsentzündung hab ich auch erfolgreich behandelt, ich huste noch, führe das aber auf die schrecklich schlechte Luft hier zurück. Der Verkehr ist der totale Wahnsinn. Sobald ich aus der Stadt raus bin, huste ich nicht mehr. Morgen fahren wir in den Norden, da ist es vielleicht etwas ruhiger als in Ubud. Viele Grüße, Brigitte
das sollte heißen: waren wir sofort beim Arzt in Ubud nach dem Komodotrip.