30.4.26
Gestern sind wir in Ubud angekommen, allerdings erst spät am Abend. Laca muss unbedingt zum Arzt, seine Zehe wird nicht besser. Im Hotel rufen sie den medizinischen Dienst an und eine junge, sehr kompetente und nette Ärztin kommt vorbei. Sie schickt ihn ins Krankenhaus, zum Teil mit einem Taxi, zum Teil mit einem Mototaxi, man muss den Fuß röntgen. Nebenbei untersucht sie gleich mal die wesentlichen Funktionen, alles soweit in Ordnung. Der Zeh ist gebrochen, muss aber nicht operiert werden. Er bekommt einen ordentlichen Verband und muss in drei Tagen zur Kontrolle.
Ich laufe zwischendurch in Ubud herum und erkenne so gut wie nichts mehr.
Alles ist hektischer, größer, touristischer als 2017, der Verkehr ist absolut irre. Die Stadt platzt aus allen Nähten, obwohl eigentlich relativ wenig Touristen da sind. Von der Atmosphäre damals ist nichts mehr zu spüren. Alles nur noch Kommerz.
Ich bummele ein bisschen zum Königspalast, dann Richtung Monkey Forest. Als ich ein nettes Lokal entdecke, setze ich mich rein und bestelle was. Laca stößt kurz darauf dazu und erzählt von den Abenteuern im Krankenhaus. Danach schauen wir den Königspalast an und schlendern weiter zum Monkey Forest, der allerdings 10 Minuten vor unserer Ankunft geschlossen hat. Na toll. Zum Glück ist nebenan eine schöne Bar.
Zum Abendessen bitten wir einen Taxifahrer, uns wieder in die Gegend zu bringen, der versteht aber offenbar nicht, was wir wollen und fährt uns einmal im Kreis herum wieder zum Königspalast, von wo wir losgefahren sind. Wir steigen aus und laufen ein bisschen, finden ein nettes, aber unspektakulären Touristenlokal und bleiben da. Es ist ein bisschen schwierig mit der Gehbehinderung unsere sonstigen Strecken zurückzulegen.
1.5.26
Der Fahrer, der uns vom Flughafen abgeholt hat, freut sich heute, mit uns einen Ausflug zu machen. Wir planen, von Ubud nach Mount Batur zu fahren. Nach dem Frühstück geht es los, eindeutig ein Vorteil, wenn man ohne Reisegruppe unterwegs ist. Dann bedeutet das um 10.00 Uhr, nicht um acht.
Zuerst steuert er einen Affenwald unterwegs an. Nachdem wir gestern den in Ubud verpasst haben, bleiben wir stehen und füttern die Affen, die sich fröhlich auf uns niederlassen, bis das Futter aus ist. Neben dem beeindruckenden Wald ist ein Wasserbecken, wo die Jungen jedenfalls ihren Spaß haben.
Nächster Stopp ist ein 700 Jahre alter Banyan Baum, super heilig natürlich, aber vor allem steinalt und hart wie Beton. Der Baum ist riesig, ein Foto kann das kaum wiedergeben.
Dann kommen wir beim Pura Ulan Batu Beratan Tempel an, den ich vor 9 Jahren schon gesehen habe. Die Anlage ist vergrößert worden und sehr touristengerecht hergerichtet. Das ist wahrscheinlich nötig, vor allem in der Hauptsaison, wenn Menschenmassen da hinströmen. Heute ist Feiertag und Vollmond, sehr viele Einheimische sind unterwegs und sehr viele chinesische Touristen. Europäer sieht man, wie heuer überall in Asien, kaum. Es beginnt, in Strömen zu regnen. Wir stellen uns in einer Tempelhalle unter, bis das Schlimmste vorbei ist, dann laufen wir zum Auto.
Der Aussichtspunkt auf den Mount Batur liegt leider im Nebel. Kurz reißt es ein bisschen auf und wir können den See am Fuß des Berges kurz sehen, aber dann verschluckt die weiße Wand wieder die ganze Landschaft. Schade.
Abends finden wir ein nettes Restaurant in Ubud, Ibu Susu, wo wir ausgezeichnete moderne indonesische Küche bekommen.