7.5.26
Wir liegen am Strand herum und gehen zwischendurch schnorcheln.
Die Einheimischen haben erkannt, dass die Korallenriffe sterben und dass das den Fischern, den Fischen und dem Tourismus schadet und beschlossen, der Korallenbleiche Einhalt zu gebieten. Deshalb haben sie Gitterstrukturen unter Wasser angelegt, auf denen sie Korallen züchten. Das funktioniert erstaunlich gut, das künstliche Riff ist mittlerweile fast vollständig bewachsen.
Biorock ist das größte Korallenriff-Wiederherstellungsprojekt in Indonesien. Es wurde im Jahr 2000 von zwei Wissenschaftlern (Professor Wolf H. Hibertz & Doktor Thomas Goreau) und mit lokaler Unterstützung begonnen. Heute gibt es mehr als 115 künstliche Strukturen entlang der Küstenlinie von Pemuteran.
Beim Schnorcheln erkennt man deutlich die künstlichen, durch Generatoren effektiver gemachten Strukturen, um die viele verschiedene Fische, dunkelblaue Seesterne und Seeigel eine Heimat gefunden haben.
8.5.
Noch ein Strandtag, wie schön. Wir leihen uns wieder Taucherbrillen aus und schnorcheln im Riff herum, leider ist es etwas windig und dadurch wellig. Der aufgewirbelte Sand macht das Wasser trübe, so dass man nicht viel zu sehen kriegt.
Am Nachmittag gönnen wir Frauen uns eine Scrub-Massage, eine Maniküre und Pediküre. Laca lässt seine Füße behandeln, was eine Superidee war. Dann fängt es an zu gießen, so dass er eine Massage nimmt, um nicht in den Regen rauszumüssen.
Nach dem Abendessen und dem Sundowner verabschieden wir uns von Pemuteran, morgen werden wir früh abgeholt.
9.5.26
Unser Fahrer Wayan meint es etwas zu gut mit uns und zeigt uns nochmal Bali, indem er dem Verkehr auszuweichen versucht und im Wesentlichen Nebenstrecken benutzt.
Dazu kommt, dass ich in dem Hotel eine sehr hübsche kleine Statue einer balinesischen Tänzerin entdeckt habe, die ich gern kaufen würde.
Leider gibt es in Pemuteran keine interessanten Shops für sowas, so dass ich ihn frage, ob unterwegs vielleicht ein Laden für balinesische Schnitzereien liegt. Das nimmt er ernst und fährt einen Umweg über ein Dorf, in dem eine Menge solcher Läden zu finden ist, allerdings nichts, was an diese Statuette erinnert. Der Besuch eines dieser Läden kostet uns insgesamt etwa zwei Stunden mit dem Umweg, wobei ich in dem Geschäft etwa 10 Minuten verbringe.
Ziemlich k.o. kommen wir in Kuta im Hotel Harris an. Das Hotel stellt sich heraus als ziemlich abgenutzt und riesig, zu unseren Zimmern gehen wir treppauf, treppab um den Swimmingpool herum, es gibt nur einen Lift und der ist gleich am Eingang.
Wir verlassen den Laden schleunigst und machen uns auf, ein Restaurant zu finden. Das Hotel liegt an einer Hauptstraße, da möchten wir nicht gern sitzen, also laufen wir ein Stück. Wir finden ein Lokal in einem kleinen Park, wo wir nett sitzen und gutes Essen bekommen. Am Nebentisch sitzen Australier, mit denen wir schnell ins Gespräch kommen, nette Leute aus Melbourne. So verbringen wir einen anregenden Abend, bevor wir feststellen, dass die versprochene Schallisolierung unserer Bleibe wohl aus früheren Zeitaltern stammt, als es noch keine Motorisierung gab. Wohl dem, der gute Ohrstöpsel hat.




