Tempelparadies

2.5.26

Unser Fahrer holt uns wieder ab und zeigt uns eine andere Strecke. Zunächst halten wir an einem Fledermaus Tempel, der vor eine Höhle mit tausenden Fledermäusen gebaut ist. Da gerade ein Ritual im Gange ist, können wir nur von der Seite reinschauen, aber das reicht auch. Es stinkt bestialisch, ist aber trotzdem beeindruckend.

Unser Ziel ist zunächst Tirta Gangga, ein bezaubernder Wassertempel. Große Becken voller Koi-Karpfen, die um Futter betteln, das man am Eingang kaufen kann, Statuen von Dämonen, die die Becken beschützen, eine wunderschöne Anlage. Wir spazieren herum und freuen uns an der architektonischen Harmonie.

Danach geht es weiter zum Besakih Tempel. Das ist der Muttertempel Balis, ein riesiges Gelände mit drei km Durchmesser, zu dessen Eingang wir mit einem Shuttle gebracht werden. Die Tempel erstrecken sich hintereinander und nebeneinander und repräsentieren verschiedene Epochen, deren älteste 1200 Jahre alt ist. Der heiligste der balinesischen Tempel ist alle 100 Jahre Schauplatz einer großen Opfer- und Reinigungszeremonie, während deren im Februar 1963 der  Gunung Agung ausbrach. 11.000 Menschen starben, 86.000 wurden obdachlos.  Ein lokaler Guide  mit sehr begrenzten Sprachkenntnissen führt uns durch die Tempelstadt, zurückgehen dürfen wir dann alleine, natürlich an Unmengen von Warungs und Shops entlang.

Gegen Abend spazieren wir noch durch Ubud, der totale Overkill. Der mörderische Verkehr lässt einem kaum Platz zum Anschauen der tausenden Touristen-Shops, der Geräuschpegel in den nach vorne offenen Bars ist ohrenbetäubend. Von spiritueller und entspannter Atmosphäre keine Spur mehr.

Wir flüchten in einer Seitenstraße noch in ein chinesisches Restaurant, wo wir einen Sundowner nehmen und uns von dem anstrengenden Tag erholen.

3.5.26

Heute soll es etwas entspannter werden, ich möchte den Campuhan Trail nochmal gehen, den ich in wunderschöner Erinnerung habe. Leider ist auch hier die Zeit nicht stehen geblieben. Der Weg, der früher durch Wäldchen und Reisfelder geführt hat, ist mehr oder weniger voll zugebaut, nur am Karsa-Café ist noch ein bisschen was übrig von der balinesischen Landschaft. Sonst überall Warungs, Läden und Hotels.

Wir kehren im Karsa ein und trinken was, dann laufen wir noch ein Stück weiter, bis wir am 5-Sterne-Hotel Amateras ankommen, das wunderschön liegt mit Aussicht auf eine benachbarte Schlucht. Dort bleiben wir eine Weile hängen, essen was Leckeres und genießen den Luxus.

4.5.26

Wayan holt uns ab und wir fahren nach Pemuteran, ganz im Nordwesten Balis. Wir hatten an sich vor, eine der vorgelagerten Inseln noch zu besuchen, haben aber keine Lust mehr auf Schiff und Flugzeug und so bleiben wir hier. Nach 3 ½ Stunden Fahrt landen wir in einer Villa, die uns vom Stuhl haut. 200 qm nur für uns, nagelneu und im balinesisch – modernen Stil gebaut, der volle Luxus. Mein Schlafzimmer ist so groß wie der Ostflügel des Weißen Hauses, also Ballsaal. Das Ganze mit Blick auf die Berge, mitten in einem tropischen Garten. Zwar ein Stück weit vom Meer entfernt, aber Shuttle-Service und Dependance am Wasser. Der Swimmingpool ist 25 m lang. So macht Bali schon ziemlich Spaß.