10.5.26
Singapur Airlines bringt uns in 2 Stunden nach Tomorrowland. Schon die Einreise ist bestens organisiert, der Transfer in unsere Ferienwohnung im Oakwood Raffles Premier klappt reibungslos und der Taxifahrer gibt uns einen kurzen Abriss der Weltpolitik mit Fokus auf die Schweiz Asiens. Hier haben alle ihr Geld, meint er, das greift keiner an. Wahrscheinlich hat er recht.
Angekommen jubeln wir über die luxuriöse Wohnung mit einem großen Schlafzimmer mit Panoramafenster – diesmal für Laca – und einem kleineren mit Eckfenstern für mich. Die Aussicht ist fantastisch. Wir fahren zum Dachgarten hinauf. Zwischen den Banktürmen schauen wir auf alte Viertel mit kleinen Häuschen und Hawkermärkten. Ich erkenne einiges sofort wieder und freue mich schon auf den Besuch der Sehenswürdigkeiten um die Marina Bay herum.
Einzig der Erwerb einer Simkarte scheint mal wieder ein Problem zu sein. Irgendwie mag diese Stadt anscheinend nicht, dass ich Internet habe (siehe mein Blog „Singapur“ aus 2017). In zwei 7elevens versuchen wir es, der erste hat nichts Passendes vorrätig, die Frau in dem nächsten spricht völlig unverständliches Englisch und kriegt es auch nicht hin. Angeblich soll ich eine email erhalten, die aber nie kommt. Was immer sie getan hat, es war offenbar nicht das Richtige und wir verlassen frustriert den Laden. Dann muss es halt ohne gehen.
Das klappt auch, es gibt ja überall in den Restaurants und Bars W-lan, nur unterwegs können wir nichts anschauen oder verschicken. Morgen ist Montag, ich nehme an, da lösen wir das Problem. Zunächst laufen wir durch koloniale Häuschen inmitten der Bankentürme und lassen uns am Flussufer gegenüber dem Supreme Court, der ausschaut wie ein Ufo, zum Essen nieder.
Nach dem fantastischen Gang Bao für mich und den Black Pepper Prawns für Laca
laufen wir um die Marina Bay herum mit Ziel Marina Bay Sands Hotel. Die Aussicht ist von überall her gigantisch, futuristisch, begeisternd.
Angekommen zeige ich dem ahnungslosen Ehemann die Shoppes of Marina Bay, was er zunächst eher nicht spannend findet. Nach dem Betreten derselben fasziniert ihn die Dimension, Auswahl, Gestaltung, Architektur natürlich doch. Eine völlig überdimensionierte Edel-Shopping Mall, Kapitalismus in voller Blüte.
Von da aus wollen wir eigentlich in der Rooftop-Bar des Marina Bay Sands einen Drink nehmen, das stellt sich allerdings als schwierig heraus. Am Info-Schalter werden wir von Turm 1 zu Turm 3 geschickt. Dort sei der Eingang zum Lift zum C’est la vie, wo es die Drinks gibt. Bereits am Lift scheitern wir, Laca hat die falschen Schuhe an. Nur geschlossenes Schuhwerk ist zulässig, er hält verletzungsbedingt nur Schlappen aus. Also Skypark. Dort braucht man ein Ticket, der nächste Timeslot ist in zwei Stunden. Also nicht.
Wir finden eine nette Bar vor dem Hotel, Dallas Bar, mit gutem Whisky Sour und australischem Bier.
Dort erholen wir uns von dem bisherigen 10 km-Marsch. Dann schlendern wir an der Bay entlang Richtung Hotel und kommen bei dem Clock-Hawker-Markt vorbei, den wir natürlich noch anschauen. Laca möchte gern noch eine Ente essen, bestellt sich eine und bekommt genau das: eine halbe, kleingehackte Ente ohne Beilagen. Fleisch-Overkill. Ich bin noch satt von dem Gang Bao und schaue bei einem Ananassaft dem Treiben zu.
