Fraser Island

Tag 16

Hervey Bay ist nett. Nach Scones und Sahne und Marmelade und Smoothies und Kaffee haben wir ein neues Hotel gefunden. Wir wollten unseres stornieren für diese Nacht, die haben aber nicht mitgemacht. Andrea hat gekämpft und mit schlechten Beurteilungen im Internet gedroht.  Genützt hat es  – nichts. Also ziehen wir erst nach dem Ausflug nach Fraser Island um. Dann, endlich, ein Strand, an dem man auch baden darf, eine Strandbar und nette Shops. Andrea im Glück.

Tag 17

Fraser Island. Wie geil. Wie wunderschön. Wie besonders. Was für ein toller Tag. Wir sind mit der Fähre übergesetzt und dann mit einem Bus auf Sandpisten zum ersten Stopp gerast. Offroad- 4 -wheel- drive in a bus. Über Schlaglöcher, Berge rauf und runter, wie in der Achterbahn und ich durfte die erste Strecke neben dem Fahrer vorne sitzen!

Der Lake Mckenzie, ein den Aborigines heiliger See, hat samtweiches glasklares Wasser und blendendweißen Sandstrand. Die Sandkörner sind ganz rund, man kann sich super die Haut peelen damit, sie wird ganz zart. Wir sind geschwommen und im Sand gelegen und haben die Landschaft genossen, wunderbar.

Auf unserer Wanderung durch den Regenwald haben wir die größten Farne der Welt gesehen, uralte Bäume in bizarren Formen und Würgefeigen, die den innenliegenden Baum völlig ersticken. Ganz weiß waren die Kautschukbäume, die kürzlich alle gleichzeitig ihre Rinde abgeworfen haben, ein krasser Kontrast zum bunten Rest der Natur.

Nach dem Mittagessen ist Butch, der Busfahrer, über den Strand geheizt. Nach einem längeren Spaziergang durch den Busch, wieder eine völlig andere Flora, kamen wir an einen See, Lake Wabby. Der war grün und tief und klar und warm und kleine Guppies haben an unserer Haut geknabbert. Wir wollten nie mehr weg.

Beim Abendessen war zwischen den Nachspeisen so eine braune Soße, die wir fröhlich aufgetan haben. Minz-Götterspeise mit Senf ist allerdings nicht so eine gelungene Kombination.

Was ich nicht verstehe: Als wir – und alle anderen Gruppen – zurückgekommen sind von den Ausflügen, so gegen 17.30 Uhr, waren die kleinen Läden im Resort offen. Alle wollten jedoch erst in ihre Zimmer und duschen usw. Danach, also etwa eine Stunde später, war alles zu. Wann, dachten die, kaufen die Touristen ihre Souvenirs ein? Bevor sie ihr Zimmer haben? Panikartig? Irgendwie kapieren die hier was nicht. Um 18.00 gab es schon Essen, es blieb also überhaupt keine Zeit für Shoppen. Nach dem Essen, also ca. um 19.00 Uhr, gab es nur noch eine Bar, an der kein Mensch sitzen wollte. Stimmung und Ambiente eher Leichenhalle. Hat denen eigentlich schon mal einer was von Marketing erzählt und davon, wie ich Touris dazu bringe, mehr Geld dazulassen? Außer den Backpackern war da keiner und die geben bekanntlich kein Geld aus.

Tag 18

Den Rundflug über Fraser Island, mit Dschungel von oben und Wanderdünen und Seen mitten drin haben wir sehr genossen. Die Start- und Landebahn ist auf dem 75-mile-beach, der eigentlich bloß 73 km lang ist. Aber das macht ja nichts, runde Zahlen klingen halt besser und mile spricht sich leichter als kilometer.

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Danach stand ein altes Schiffswrack auf dem Plan, wahnsinnig malerisch, so wie es sein soll. Es liegt seit 75 Jahren da und rostet langsam vor sich hin. Betreten ist natürlich strengstens verboten. Gut, dass ich das Schild erst hinterher gesehen habe.

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Vom „Indian Point“, einer 75 m hohen Klippe aus haben wir Mantas gesehen, die sich im Wasser zur Paarung getroffen haben. Sie sahen von oben schon so riesig aus, die müssen aus der Nähe unglaublich groß sein. Danach gab es dann auch schon Mittagessen, Sandwiches und Obst, an einem Platz bei den Champagne Pools, in denen wir schwimmen konnten. Das sind abgetrennte Pools in den Felsen, in die das Meer reinspült. Der Eli Creek, ein Fluss aus Regenwasser, das durch die Dünen in 100 Jahren gefiltert wird, war kalt und erfrischend und  wir sind ein Stück in der Strömung geschwommen. Dort haben wir ein australisches Drehteam kennengelernt, die in Hervey Bay neben unserem Hotel wohnen. Sie drehen Pimp-your-house-Filme in ganz Australien, kein schlechter Job.

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Abends waren wir im Bayswater hervorragende Steaks essen, dort haben wir die dann wieder getroffen. Offenbar ist der Job doch sehr belastend, so dass sich die Leute in den Alkohol flüchten müssen….;-D  Sie waren schon total blau, als wir um halb acht ankamen und das wurde nach der nächsten Flasche Rotwein mit uns nicht besser. Aber lustig war’s.

Ein Gedanke zu „Fraser Island“

  1. liebe Brigitte,
    vielleicht kapieren wir das Lebensgefühl der Shopbesitzer nicht. Denen ist halt wichtiger am Abend gemütlich das Leben zu geniessen als auf die Touristen zu warten, die die Kasse voll machen. Wer hat Recht?! Mittlerweile glaub ich, die sind uns weit voraus!! Die müssen nicht in Urlaub fahren, die sind immer irgendwie im Urlaub!
    Ich freu mich weiterhin sehr auf deine Berichte!!
    Ich wünsche euch weiterhin ereignisreiche, glückliche Tage!!

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