Loslassen

Tag 6

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“ Keine Ahnung, wer das gesagt hat, aber es ist ziemlich gut.

Gewohnheiten willentlich zu verändern, braucht Zeit. Zeit, damit sich der ganze Organismus an die Veränderung gewöhnt. Zeit, um seine Zellen umzuprogrammieren, die körperlichen und die geistigen. Zeit, um das träge, sich wehrende Ego davon zu überzeugen, dass die Veränderung notwendig ist. Am Ende steht neue Energie, die aus der Veränderung resultiert.

Nachmittag in Valdemossa: Bezaubernder Klostergarten und  Shoppingparadies. Nach einer Fahrt über die Insel kommen wir an und stürmen die Läden. Die Mode hier ist ähnlich den italienischen Märkten, aber teurer. Spaß macht es auf jeden Fall, durch die Boutiquen zu stöbern und nette Sachen zu finden.  Für Olga haben wir heimlich ein Päckchen zusammengestellt, nachdem wir sie eine Weile in ihrem Lieblingsladen beobachtet haben. Ein dekoratives Schild, ein Schal und eine kleine Schale aus einer Kokosnuss sollen unsere Freundschaft und Dankbarkeit für ihre liebevolle Organisation ausdrücken.

Tag 7

Die Morgenmeditation am spektakulären Aussichtspunkt nutzen wir, um unsere Gedanken, die frohen und die traurigen, fliegen zu lassen. Wir packen sie in  Luftballons und lassen sie los, die roten Ballons und die hineingepusteten Sorgen, Probleme, Enttäuschungen und Sehnsüchte. Manche fliegen hoch, andere stürzen sofort ab und verfangen sich im Gestrüpp. In einer zweiten Runde füllen wir gelbe Smiley-Luftballons mit  freundlichen Grüßen, fröhlichen Gedanken und guten Wünschen an die, die uns lieb sind, in der Hoffnung, dass die Wünsche besser fliegen als die Ballons und ihr Ziel erreichen.

Olga freut sich überschwänglich über unsere Geschenke.

Nachmittags in Pollenca sorgen wir  für Abkühlung im Innen mit fetten Eisbechern.  Vor lauter Einkaufen und Besichtigen und Spazieren brauchen wir dringend eine Belohnung, wir sind völlig erschöpft.

Tag 8

Tatsächlich kriege ich heute die Kurve und stehe früh genug auf, um den Morgen zu fotografieren. Der Nebel hängt über der Ebene, die Sonne schält sich langsam aus den Wolken. Die Stimmung ist mystisch.

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Am Sonntag fliegen wir heim, entspannt, gelüftet, wohl genährt mit positiver Energie und liebevoller Zuwendung. Der Alltag kann kommen.

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