Pass auf die Kuh auf!

17.Tag

Guardalavaca!

Angekommen im all-inclusive Traum. Riesige Anlage, jegliche facilities. Mehrere Restaurants, Buffets, Bars, Pools, Strand, Wellness, was das Herz begehrt. Die Leute nicht so fett wie in Playa San Lucia, das sortiert sich auch über den Preis. Viele Engländer und Deutsche, wenig Kubaner. Na ja, hier ist wieder normaler Tourismus, nicht unbedingt mein Ding, aber für ein paar Tage ganz in Ordnung. Das Buffet ist deutlich besser als in PSL, die Bar ist auch besser sortiert, was auch kein Fehler ist.

Wir haben eines der besten Zimmer bekommen, im Haupthaus, oben, Blick auf’s türkise und blaue und grüne Meer. Das Zimmer ist groß und schön und alles funktioniert, man glaubt es kaum. Den Tag verbringen wir am Palmenstrand , mit Lesen und Schwimmen und sonst nichts.

Erfreulicherweise schalten sie um 23.00 Uhr die Musik leise, also werden wir nicht die halbe Nacht beschallt. Alles ist gut.

18.Tag

Es regnet. So ein Scheiß. Die Berge  in dichten Wolken. Also, was machen wir?

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Der Reiseführer sagt, es gibt hier eigentlich nichts, nur ein nachgebildetes Indianerdorf und einen Friedhof mit Ausgrabungen in den Bergen. Leider gießt es da noch  mehr als an der Küste. Der Taxifahrer schmeißt uns gnadenlos raus. Also zuerst den Friedhof, der ist überdacht. Ganz nett gemacht, viele Knochen im Sand, zur Erklärung kriegt man einen Zettel in die Hand gedrückt. Das anzuschauen dauert ungefähr 10 Minuten.

Im strömenden Regen gehen wir zum Dorf, erfreulicherweise kann man in die Hütten rein. Eine Frau erklärt uns irgendwas über das Leben der Ureinwohner und schickt uns los. In der Hütte stehen, wie überall im Dorf, Tonfiguren in Lebensgröße.

Plötzlich ein Schrei und die Figuren bewegen sich. Sie  singen und jodeln und hupfen und trommeln wie wild. Sonja wird auf eine Liege gelegt und einem Reinigungsritual unterzogen, bei dem sie erst mal gekitzelt wird und dann mit einem Reisigbüschel geschlagen. Die Diagnose nach genauerer Anhörung ihres Bauches lautet: „Ohoo! Hungry!“  Dann tanzen die Indianer mit uns im Kreis rum und wir müssen irgendwelche Laute nachahmen, alles eine Riesengaudi. Von echten Ureinwohner-Ritualen haben die genauso viel Ahnung wie wir.

Auf dem Rückweg ins Hotel kommen wir noch bei einem Flohmarkt vorbei, wo wir unsere Souvenirbestände aufstocken. Jetzt haben wir dann endgültig jeden halbwegs akzeptablen Schrott. Immerhin Zigarren und Rum, die kann man wenigstens verschenken, ohne sich total lächerlich zu machen.

19. Tag

Zum Glück ist das Wetter wieder besser. Morgens schwimme ich im  Pool, solange noch keine biertrinkenden Engländer da sind. Kurz bevor ich gehen will, macht mich ein Manager mit erschrecktem Gesichtsausdruck darauf aufmerksam, dass der Pool noch geschlossen ist.  „No life-guard on duty!!!“. Gib einem Menschen eine Uniform und er wird seine Macht nutzen. Also hab ich die kleinen Krabben, die sich dauernd in den Pool gestürzt haben und wieder rausgeklettert sind, allein gelassen.

20. Tag

Vormittags hat uns am Strand einer angesprochen, ob wir schnorcheln wollen, wir wollen, klar. Ganz in der Nähe gibt es ein kleines Riff mit lauter bunten Fischen, ein klitzekleiner haiartiger ist uns gefolgt. Der Typ stellt uns danach Liegen bei seinem Arbeitsplatz als Rettungsschwimmer hin und  faltet mit Sonja Palmblatttiere. Das Leben kann so einfach sein.

Abends lernen wir an der Bar drei Italiener kennen, der eine ist Journalist, der andere Richter und der dritte Carabiniere. In Palermo. Drei gegen die Mafia, na sauber.

21.Tag

Unser letzter Tag am Strand.  Abends auf der Beach-Party  bringt uns ein Animateur Salsa Grundschritte bei. Jetzt haben wir alles gemacht, was in Cuba sein muss.

22. Tag

Unser Bus zum Flughafen fährt um halb zwei, wir verpassen ihn nur knapp. Ein paar nette Worte reichen, um das Konkurrenzunternehmen dazu zu bringen, uns mitzunehmen und unsere Voucher anzuerkennen. Am Flughafen checken wir am Business-Schalter ein, gehen in die Lounge und stellen fest, dass wir nicht die Sitzplätze kriegen, die wir bestellt hatten und anscheinend auch nicht nebeneinander sitzen. Meine Beschwerde verhallt irgendwo zwischen Lounge-Personal und Condor-Schalter. Aber letztlich bringt uns nichts mehr aus der Fassung: Im Flieger erkläre ich der Stewardess, dass wir gern zusammen sitzen würden und eine Minute später haben wir genau die Plätze, die wir wollten. Sie quartiert einfach ein paar andere Leute um. Ich liebe es.

Wer bis hier durchgehalten hat, darf raten, wohin es als nächstes geht….  🙂

 

Ein Gedanke zu „Pass auf die Kuh auf!“

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