Picantes Segelabenteuer

Mittwoch, 15.3.

Mit einem Katamaran namens Picante werde ich die Küste entlang segeln, Ziel ist eine kleine, nur mit dem Schiff erreichbare Bucht: Cotton Bay. Markus, den Eigner, treffe ich mit anderen Teilnehmern in Crown’s Point.  Der Hinweg ist nicht für alle ein Vergnügen. Die Wellen bauen sich vor dem Kat auf, wir schaukeln in alle Richtungen. Innerhalb kürzester Zeit ist allen schlecht. Ich halte mich ganz gut, beobachte den höchst interessanten Horizont und unterhalte mich mit Sophie, einer netten Frau aus Köln mit marokkanischen Wurzeln. Irgendwann muss ich die Toilette im Bauch des Bootes aufsuchen.  Dort habe ich keinen Orientierungspunkt und sofort rebelliert mein Magen massiv. Als ich zurückkomme, hängt Sophie über dem Eimer, nicht mehr abgelenkt kommt ihr alles hoch. Ich vermeide, sie anzusehen und starre auf den Horizont. Ich wechsle den Standort und stelle mich neben das Steuer, in der Hoffnung, dass es da weniger schaukelt. Schlecht ist mir trotzdem, aber ich kann mich noch zusammenreißen. Mein einziger Wunsch ist in dem Moment, dass wir bald  ankommen. Ich glaub, eine Atlantiküberquerung gehört nicht zu meinen Träumen…

Nachdem das geschafft ist, sehe ich zu, ins Wasser zu kommen und schnorchle an einem kleinen Riff mit vielen bunten Fischen in allen Farben, neon, leuchtend, gepunktet, gestreift, größere, kleinere. Leider ist das Wasser nur etwa 24 Grad warm, so dass mir nach einer Weile kalt wird. Ich schwimme zum Ufer und setze mich in den Sand, genieße, festen Boden unter den Füßen zu haben, wärme mich auf und beruhige Magen und Kreislauf.

Schließlich schwimme ich zum Boot zurück, wir  werden verwöhnt mit Kokoscurry mit Hähnchen, Fisch in würziger Sauce, einem karibischen Salat, Nudelsalat, Reis und zur Nachspeise Wassermelonen. Ich  nasche nur davon, damit ich nicht zu viel im Magen habe.

Die Rückfahrt geht besser. Wir fahren nicht mehr gegen, sondern mit den Wellen. Das schaukelt weniger und nur in eine Richtung, so dass der Gleichgewichtssinn nicht so beansprucht wird. Trotzdem haben zwei weitere Frauen massive Probleme, die Fische erhalten größere Portionen Futter. Was sie allerdings nicht veranlasst, an den von den Männern ausgeworfenen Leinen anzubeißen und Markus und seiner Crew ein Abendessen zu verschaffen.

Donnerstag, 16.3.

Heute nacht habe ich miserabel geschlafen, geschwitzt und gefroren, alles abwechselnd. Dazu Kopfweh und Kreislaufprobleme, vielleicht Fieber, wahrscheinlich ein Sonnenstich. Ich werfe eine Ibuprofen ein und lege mich hin, trinke viel und beschließe, heute im Bett zu bleiben.

Nachmittags laufe ich dann doch noch los. In der Nähe ist ein Vogelschutzgebiet,  Fütterung ist um vier, da kommen die meisten  Vögel. Der interessanteste Vogel ist allerdings der Typ, der die Vögel füttern soll. Er erklärt, dass er seine Ration heute nicht bekommen hat und deshalb nur etwas Mais verfüttern kann. Es kommen etwa 3-4 verschiedene Vögel. Da sind in meinem Garten hier mehr. Immerhin war der Spaziergang ganz schön.

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Das ist dann übrigens Rex, mein gefährlicher Wachhund. Er schläft jeden Tag auf meiner Terrasse, auf dem Sofa. Wenn ich komme, wartet er schon auf seine Streicheleinheiten, aber er würde mich bestimmt beschützen vor wilden Tieren und sonstigen Eindringlingen.

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