Darwin

Darwin lässt sich besser an als erwartet.  Der Shuttle-Bus zum Argus Hotel ist unkompliziert, der Fahrer bringt mich bis vor die Tür. Das Zimmer ist geräumig und gut ausgestattet, wenn auch ein bisschen kahl, aber das ist in den Tropen wohl kein Nachteil. Frühstück ist ein bisschen sparsam, aber reicht.


Zuerst habe ich  John Dahlsen angerufen, dessen Nummer mir
Christine aus Byron Bay zukommen ließ. Er ist ein international bekannter Künstler, der weltweit ausstellt, arbeitet an der Darwin Universität und schreibt  gerade an seiner Doktorarbeit. Ich durfte ihn dort besuchen und er hat mir seine Kunst gezeigt, interessante Projekte, die sich mit der Verschmutzung der Gewässer und dem Umweltschutz auseinandersetzen. (www.johndahlsen.com) Derzeit konzipiert er japanische Holzschnitt- kombiniert mit Digitaltechnik, ein sehr innovatives Konzept. Beim Lunch unterhalten wir uns gut  über Kunst und Spiritualität, meine Art zu leben und seine.

Dann bringt er mich zur Fannie Bay Gallery,  ein Zusammenschnitt verschiedener Museen, Aboriginal-Kunst, einheimische Tiere und ein ausführlicher Bericht von einem Taifun, der Darwin 1974 total zerstört hat. Ich schlendere durch die Ausstellungen und genieße die Zeit allein.

Danach laufe ich in  Richtung Stadt, vorbei an Mindil Beach, bis hinunter zur Cullen Bay. Dort setze ich mich in eine Bar am Yachthafen und erhole meine Füße von dem langen Marsch in tropischer Hitze. Die ganze Zeit treffe ich keinen Menschen,  zu heiß zum Rumlaufen, die klimatisierten Büros sind anscheinend angenehmer.  Mir macht es nichts aus, ich laufe ja gern und die Blasen an den Füßen spüre ich erst später.

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Nach einem erfrischenden Bier nehme ich ein Taxi zurück ins Hotel, um mich für die Yogastunde umzuziehen, zu der mich John eingeladen hat. Der Yogalehrer ist ein Inder, der so schlecht Englisch spricht, dass ich ihn am Anfang gar nicht verstehe und blinzele, was die anderen so machen, damit ich nicht völlig blöd dastehe. Irgendwann habe ich mich an seine Aussprache gewöhnt. Die Stunde ist ganz nett, nicht sonderlich anspruchsvoll, in einer alten Halle der Boy-Scouts. Immerhin ein bisschen Bewegung, schadet ja nie, und sich mal wieder richtig stretchen tut immer gut. John fährt mich zurück und verbindet den Shuttle mit einer kleinen Stadtrundfahrt zur Orientierung. Was mehr seinen guten Willen zeigt als hilft, da es stockdunkel ist.

Läuft doch ganz gut bis jetzt.

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