Von Zadar über Krk nach Trogir

17.8. Zadar

In Plitvice übernachten wir in einem Hotel mit dem Charme des Sozialismus der 60er Jahre, in einem Zimmer im 2. Stock ohne Lift, mit recht ordentlichem Restaurant und Frühstücksbüffet. Hier wollten wir dann morgens in den Nationalpark. Um 10.00 Uhr empfängt uns ein Schild „Next available time slot 14.00“. Da wir wenig Tendenzen haben,  vier Stunden zu warten, machen wir uns ohne Nationalpark auf den Weg nach Zadar. 

Die Straßen sind sehr gut ausgebaut hier, also cruisen wir entspannt durch die Berge, bis uns ein Blick auf den Tankanzeiger empfiehlt, in Bälde eine Tankstelle aufzusuchen. Ein Blick auf das Navi informiert uns, dass die nächste Möglichkeit in etwa 60 km zu erwarten ist. Der Tank sollte, bei gemächlicher Fahrt und ohne Stau, noch 65 km halten.  Auf der anderen Straßenseite wird der Verkehr dichter. Und dichter, bis alles steht. Wir fahren durch Tunnels über Tunnels, hoffentlich hält der Tank. Weit und breit keine Tankstelle. Die angekündigte Raststätte taucht in letzter Minute (noch 15 km) kurz vor Zadar auf.  Es versteht sich von selbst, dass ab da alle 500 m eine Tankstelle am Straßenrand winkt.

Unsere Unterkunft finden wir gleich, es ist ein Zimmer in einem völlig heruntergekommenen Haus, das allerdings sauber und renoviert ist. Für eine Nacht ok, länger wohl eher nicht. Die Lage ist gut, die Innenstadt nicht weit.

Wir laufen durch das hübsche Städtchen, dann legen wir uns an den Stadtstrand unter Pinien.

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Abends hören wir uns die „weltberühmte“ Meeresorgel an, ein System von Hohlräumen, die je nach Wellengang unterschiedliche Töne von sich geben. Ein bisschen wie ein Windspiel, nur lauter und tiefer. Daneben ist eine Fläche mit Solarkollektoren, die nach Sonnenuntergang in verschiedenen Farben leuchten und eine Lightshow produzieren, die zu Recht nicht weltberühmt ist.

Wir ziehen uns in ein nahegelegenes Café zurück und probieren erfolgreich den örtlichen Weißwein. 

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18.8. Krka Fälle

Die Fahrt an der Küstenstraße entlang ist ein Fest für die Augen. Inselchen reihen sich aneinander, das Meer begleitet uns in allen Blau- und Grünschattierungen, der Himmel tut das Seine, um die Pracht zu vervollständigen. Unser erstes Ziel sind die Krka-Wasserfälle, der Ersatz für das ausgefallene UNESCO-Welterbe Plitvice. Dort angekommen, werden wir informiert, dass heute noch 5222 Plätze frei sind und reihen uns in die lange Schlange am Ticketschalter ein. Als wir Tickets ergattern, verfrachtet man uns in einen Shuttle-Bus, der uns zu den gut ausgebauten Spazierwegen durch die Fälle bringt. Dort schieben wir uns mit allen anderen die Wege entlang der wirklich sehr schönen Weiher- und Flußlandschaft bis zu den Fällen, bei denen man sogar schwimmen darf. 

Das lassen wir bleiben, zu viele Menschen, zu wenig Platz und überhaupt, das ist hier ein derartiges Massenevent, dass wir lieber weiterfahren. 

Entlang der nicht minder schönen weiteren Strecke wechseln sich Dörfer mit Pinienwäldern ab, das dunkelblaue Meer gibt weitere Inseln frei. Gestern haben wir eine Email erhalten, dass unsere Unterkunft in Trogir,  das Hotel Atlantic, überbucht ist und wir uns deshalb etwas anderes suchen sollen. Das finden wir wenig lustig, ich beschwere mich sofort bei booking.com. Man bietet uns Ersatz an, Hotel Bellevue mitten in Trogir, sehr gut bewertet, also buchen wir es. Das Studio entpuppt sich als etwas größeres Doppelzimmer, ich hatte eigentlich mit zwei Zimmern gerechnet. Dafür gibt es eine Küchenzeile und ein Sofa. Das Hotel liegt direkt an der Durchgangstraße, gegenüber des Haupt-Parkplatzes, mit entsprechendem Lärmpegel. Dafür gibt es schallisolierte Zimmer, zum Glück mit Klimaanlage, ansonsten wäre das nicht auszuhalten. Die Rezeptionistin ist ausgesprochen freundlich und lädt uns sofort zu einem Welcome-Drink mit Parmaschinken, Käse und Oliven ein, ein vollständiges Mittagessen. 

Wir lassen uns den Weg zum Stadtstrand zeigen, der völlig überfüllt und karg ist. Kies grenzt an trübes, mit Zigarettenkippen und Plastik durchsetztes Wasser und ich berühre offensichtlich eine Qualle, mein Arm brennt noch den ganzen Abend. Hier muss ich nicht wieder hin.

Gegenüber, hinter dem Parkplatz geht es über eine Brücke in die Altstadt mit Dom und Festung und vielen kleinen Gäßchen mit noch mehr kleinen Läden mit Touristenbedarf.

An der Strandpromenade reihen sich Pizzerien und Fischlokale, alles sehr nett und rappelvoll. Wir lassen uns von einer Dame in ein Lokal führen, leider setzen sie uns unter die Lichtorgel in allen Farben, da bleiben wir dann eher nicht. Sie weiß aber noch eine Filiale 50 m weiter, wo wir einen wesentlich besseren Platz bekommen und die gleiche Speisekarte. Der Fisch ist lecker, das Mangold auch und der Weißwein sowieso. 

Danach spazieren wir noch etwas herum und bummeln am Heimweg durch den Touri-Markt auf der anderen Brückenseite. 

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